Die Bewertung von Verkaufsobjekten - wie "wertvoll" ist Ihr Haus?

Wie wichtig es ist, dass der Wert Ihres Eigenheims korrekt eingeschätzt wird kann man am besten an den katastrophalen Folgen erkennen wenn das nicht passiert. Im Jahre 2008 platzte in den USA die sogenannte Immobilienblase mit einem lauten Knall und zog nicht nur ein paar Großbanken mit sich in den Abgrund. Tausende von Hausbesitzern konnten die hohen Kredite auf wertmäßig überschätzte Eigenheime nicht mehr bedienen und standen finanziell vor dem Ruin. Das wäre nicht passiert wenn die Preise der Immobilien richtig geschätzt worden wären.

Haus und Grundstück = Verkaufswert!

Der Wert einer Immobilie richtet sich nach vielen Faktoren. Da die Wertermittlung besonders bei der Vergabe von Krediten wichtig ist - der Zinssatz für ein Darlehen richtet sich nach der Differenz der Darlehenssumme und dem Wert der Immobilie - ermitteln Banken gerne selbst den Verkehrswert des Häuschens. Dabei geht es um die Frage zu welchem Preis sich die Immobilie morgen verkaufen lässt. Eventuelle künftige Wertsteigerungen werden dabei von Banken nicht mit ins Kalkül gezogen. Erstens sind sie nicht sicher und zweitens lassen sie sich nicht kalkulieren.

Zu einem Eigenheim gehört normalerweise ein Grundstück. Den Wert des Baulandes bestimmt meistens ein Gutachterausschuss der Gemeinde. Bei großen Grundstücken wird allerdings ein prozentualer Anteil abgezogen, denn dieser zählt als Grünfläche und wird deutlich geringer bewertet. Komplizierter wird bei dem reinen Sachwert der Immobilie. Hier wird in der Regel der umbaute Raum geschätzt. Das ist einfacher als den Wohnraum abzüglich Treppen unter Berücksichtigung der Raumaufteilung zu bewerten. Diese ist ja meistens sehr individuell und lässt sich deshalb nur schlecht mit anderen Häusern der Umgebung vergleichen.

Noch ein wenig komplizierter wir es, wenn das Haus vermietet ist. Dann wird zur Wertermittlung die Jahresnettokaltmiete herangezogen und nach einem bestimmten Schlüssel wird dann der Wert der Immobilie geschätzt.

 

Beim Verkauf zählen viele Faktoren!

Es kommt aber auch darauf an wofür Sie die Wertermittlung benötigen. Wollen Sie das Haus verkaufen, dann sollten Sie einen Gutachter beauftragen Ihnen eine vergleichende Marktanalyse zu erstellen. Diese zeigt auf, wie sich die Haus und Grundstückspreise in der näheren Umgebung entwickeln und wie Ihre Immobilie im Vergleich dazu zu bewerten ist. Wollen Sie Haus und Grundstück beleihen, dann kann Sie ein Gutachter von einer allzu schlechten Bewertung durch einen Sachverständigen einer Bank bewahren. Hier zählen dann auch Argumente die der Bank nicht so wichtig sind. Etwa die generelle Raumaufteilung und die Lage der Treppen. Über innovative Wohnraummodelle wie eine Raumspartreppe lässt sich bei ungünstigen Raumverhältnissen Abhilfe schaffen, um den allgemeinen Immobilienwert zu steigern.

 

Im Dschungel der Immobilienpreise hilft nur ein Gutachter!

Den richtigen Wert eines Hauses zu schätzen sollten Sie auf jeden Fall einem Sachverständigen überlassen. Zu viele Faktoren gibt es, die den Wert der Immobilie mindern oder steigen lassen. Standort, Baujahr und Zustand ergeben den Wert bei einer Bankschätzung. Für den freien Verkauf über einen Makler oder für Investoren zählen aber auch Faktoren wie langfristige Standortentwicklung. Das sind dann Entscheidungen die auch von der Politik bestimmt werden. Auf dieses Glatteis sollten Sie sich auf keinen Fall alleine begeben.

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